Erst die Sichtbarkeit ermöglicht eine belastbare Bewertung.
Wer einen Prozess dokumentiert hat, kann ihn zum ersten Mal wirklich betrachten, statt ihn nur zu vermuten.
Wo entstehen Wartezeiten?
Ein Vorgang liegt oft in einem Postfach oder wartet auf eine Freigabe. Diese Wartezeiten fallen im Alltag selten auf, summieren sich aber über den gesamten Ablauf.
Wo entstehen Medienbrüche?
Ein Medienbruch liegt vor, wenn eine Information den Kanal wechselt, etwa von einem Formular zu Papier. Jeder Medienbruch ist eine Stelle, an der Information verloren gehen kann.
Wo wird mehrfach erfasst?
Dieselbe Angabe wird häufig in mehreren Systemen von Hand eingetragen, weil diese nicht miteinander sprechen. Das kostet Zeit und führt zu abweichenden Ständen.
Wo sind Entscheidungen und Freigaben unklar?
An manchen Stellen muss jemand entscheiden, ohne dass klar ist, wer das darf. Nicht jede Freigabestufe ist zudem fachlich notwendig, manche sind aus Vorsicht dazugekommen.
Wo bestehen Risiken durch Einzelwissen?
Hängt ein Prozessschritt an einer einzelnen Person, entsteht ein Risiko, das erst sichtbar wird, wenn diese Person ausfällt.
Welche Schritte erzeugen keinen erkennbaren Mehrwert?
Manche Arbeitsschritte werden ausgeführt, weil sie schon immer ausgeführt wurden. Sie zu erkennen ist oft der einfachste Weg, einen Prozess spürbar zu verkürzen.
Ergebnis
Eine klare, priorisierte Liste konkreter Schwachstellen: welche Wartezeiten, Medienbrüche, Mehrfacherfassungen und unklaren Freigaben den größten Effekt haben, wenn sie als Erstes angegangen werden.
